Berufliche Orientierung
Ziel der Beruflichen Orientierung ist es, die individuellen Fähigkeiten und Interessen der Schülerinnen und Schüler zu fördern und ihnen die notwendigen Werkzeuge an die Hand zu geben, um fundierte Entscheidungen bezüglich ihrer beruflichen Zukunft zu treffen. Dies geschieht durch eine praxisnahe und anschauliche Vermittlung von Kenntnissen über Berufsbilder, Bildungswege und die damit verbundenen Anforderungen. Besondere Beachtung findet dabei die Förderung einer klischeefreien Berufswahl, die es den Kindern und Jugendlichen ermöglicht, Rollenstereotypen zu hinterfragen und ihre Berufswahl unabhängig von geschlechtsspezifischen Erwartungen zu gestalten.
Mit unserem schulinternen Konzept schaffen wir bewusst einen Rahmen, in dem die Schülerinnen und Schüler zielgerichtet auf ihrem Weg in eine erfolgreiche berufliche Zukunft begleitet und unterstützt werden.
Folgende Grobziele werden im Rahmen der Beruflichen Orientierung umgesetzt:
Klasse 1 → Kennenlernen & Staunen
Klasse 2 → Interessen entdecken
Klasse 3 → Vielfalt verstehen
Klasse 4 → Verknüpfungen zur eigenen Zukunft herstellen
Feinziele der Beruflichen Orientierung
1. Feinziele für Klasse 1 – Erste Begegnungen mit der Arbeitswelt
Die Schülerinnen und Schüler …
- … lernen verschiedene Berufe kennen, die ihnen im Alltag begegnen. (z.B.: Bäcker, Polizist, Ärztin, Erzieher, Müllwerker).
- … können einfache Tätigkeiten und Werkzeuge einem Beruf zuordnen.
- … erkennen, dass alle Berufe wichtig sind und etwas zum Zusammenleben beitragen.
- … entwickeln eine erste Neugier, welche Aufgaben Erwachsene in Berufen haben.
- … lernen zu erzählen, was sie selbst gerne machen würden ("Was macht mir Spaß?").
2. Feinziele für Klasse 2 – Eigene Interessen entdecken
Die Schülerinnen und Schüler …
- … erkennen, dass Menschen unterschiedliche Stärken und Talente haben.
- … können eigene Vorlieben und Fähigkeiten benennen. (z. B. "Ich male gern", "Ich helfe gern anderen").
- … vertiefen ihr Wissen über Berufe aus ihrer Lebenswelt. (Eltern, Verwandte, Nachbarn)
- … lernen erste Unterschiede zwischen Berufen kennen. (drinnen/draußen, mit Menschen/mit Dingen).
- … üben, Zukunftswünsche zu formulieren und mit anderen darüber zu sprechen. ("Was könnte ich später mal machen?")
3. Feinziele für Klasse 3 – Vielfalt und Zusammenarbeit verstehen
Die Schülerinnen und Schüler …
- … können erklären, dass es sehr viele verschiedene Berufe gibt, die zusammenarbeiten müssen.
- … lernen, dass Berufe bestimmte Ausbildungen oder Lernwege erfordern.
- … erkennen, dass Berufe unterschiedliche Anforderungen an verschiedene Personen stellen (z. B. körperliche Arbeit, viel Lesen, technisches Verständnis).
- … entwickeln ein Verständnis dafür, dass eigene Stärken und Interessen mit Berufen zusammenhängen können.
- … üben, sich über Berufe informieren zu können. (Gespräche mit Gästen, kleine Recherchen)
4. Feinziele für Klasse 4 – Einen Blick in die Zukunft wagen
Die Schülerinnen und Schüler …
- … verstehen, dass Berufsorientierung ein lebenslanger Prozess ist.
- … können konkrete Berufe mit den dazugehörigen Fähigkeiten, Werkzeugen und Arbeitsorten beschreiben.
- … lernen, einfache Zusammenhänge zwischen Schule und Beruf zu erkennen. (z. B. "Mathematik ist wichtig für Handwerker."/ "Sprachen sind wichtig für Berufe, die sich mit anderen Ländern austauschen.")
- … reflektieren eigene Wünsche, Interessen und Träume und vergleichen diese mit Berufsbildern.
- … nehmen erste Kontakte zur "realen Berufswelt" auf, z. B. durch Projekttage, kleine Praktika oder Besuche.
- … üben, eigene Ergebnisse zu präsentieren. (z. B. Plakat "Mein Traumberuf")